„Bäume des Jahres“ 2010 gekürt

Wildobstbäume sind die „Bäume des Jahres“ 2010 – Sie wurden in einer Kooperation zwischen dem gemeinnützigen Verein Kuratorium Wald und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ausgezeichnet. Dadurch soll die Popularität und die Verbreitung der verschiedenen Wildobstbäume wie etwa Holzapfel, Schneebirne oder Speierling unterstützt werden. Sie sind wegen ihres geringen Vorkommens stark gefährdet.

Wildobstbäume bieten durch ihren Platz im Ökosystem außerdem eine wichtige Lebensgrundlage für andere Pflanzen und Tiere. So bieten sie insbesondere Vögeln, Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum und bieten auch wichtige Nahrung für verschiedene Wildtiere. Des Weiteren ist auch das Holz mancher Baumarten sehr beliebt: So erzielen etwa Wildkirsche, Speierling und Elsbeere regelmäßig Höchstpreise bei Wertholz-Submissionen.

Wildobstbäume auf der Roten Liste

Zahlreiche Wildobstbäume stehen so in Österreich mittlerweile auf der Roten Liste der gefährdeten Baum- und Straucharten des Kuratorium Wald. Ein Grund dafür der ist der Trend zur Hochwaldbewirtschaftung in der Vergangenheit. Dadurch wurden Wildobstbäume wenig beachtet und stattdessen von so genannten „Brotbäumen“ der Forstwirtschaft wie etwa Fichte und Buche ersetzt.

Über die kommenden fünf Jahre steht die Aktion „Baum des Jahres“ unter dem Motto „Stopp dem Artenverlust“. So stehen als Auftakt die Wildobstbäume Österreichs im Vordergrund, um die vielen Facetten des grünen Herz des Landes zu erhalten.

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